Arbeitsunterbrechungen und Meetingoverflow sind kein Mitarbeiterproblem – sondern ein strukturelles Versagen der Organisation.
Weniger und kürzere Meetings, eine verbesserte Arbeitsstruktur und Raum für ungestörtes, konzentriertes Arbeiten – die Produktivitätsgrundlagen aller untersuchten Unternehmen verbessern sich durch die strukturelle Verankerung von täglich verbindlicher Fokuszeit signifikant, ebenso wie psychologische Faktoren für Zusammenarbeit und Bindung.
Ergebnis der Studie Konzentriertes Arbeiten als Aufgabe der Organisation? Eine Prä-Post-Studie zur Implementierung von Fokuszeit in deutschen Unternehmen
Next Work Innovation 2025
Der Microsoft Work Trend Index 2025 zeigt, dass Mitarbeitende durchschnittlich alle zwei Minuten – also 275-mal pro Tag – durch Meetings, E-Mails oder Chat-Benachrichtigungen unterbrochen werden. Die Hälfte aller Besprechungen fällt in die produktivsten Stunden des Tages (9-11 Uhr und 13-15 Uhr), wodurch kaum Raum für fokussiertes Arbeiten bleibt. Damit hat sich die Lage weiter verschärft. 2022 wurde noch ein Unterbrechungsturnus von alle 4 Minuten ermittelt. Die Implementierung vereinzelter Maßnahmen zur Eindämmung von Meetings und zur Integration von Fokuszeit haben bislang keine nachhaltigen Lösungen erbracht. Die aktuelle Studie „Konzentriertes Arbeiten als Organisationsaufgabe?“ macht deutlich: Einzelmaßnahmen wie Meetingregeln oder Fokuszeiten reichen nicht aus. Erst die systemische Integration von konzentriertem Arbeiten entfaltet nachhaltige Wirkung.
Zu diesen Ergebnissen kommt unsere Prä-Post-Studie in Deutschland, an der von August 2024 bis November 2025 sechs Unternehmen aus sechs Branchen teilgenommen haben.
Beiträge über die Studie bei: Harvard Business Manager, Wir sind der Wandel
„Vielen Menschen ist in ihrem stark fragmentierten Arbeitsalltag das Gefühl von Produktivität verloren gegangen. Die systemische Einführung von fokussiertem Arbeiten verändert nachweislich psychologische und arbeitsorganisatorische Faktoren, so dass Arbeit nicht nur produktiver, sondern auch stressreduzierter und selbstbestimmter erledigt werden kann.“
Vera Starker, Wirtschaftspsychologin, Co-Founderin ThinkTank Next Work Innovation
Steckbrief Studie
Konzentriertes Arbeiten als Aufgabe der Organisation? Eine Prä-Post-Studie zur Implementierung von Fokuszeit in deutschen Unternehmen
- Erhebungszeitraum: August 2024 bis November 2025
- Teilnehmende: Sechs Unternehmen aus sechs Branchen
- Methodik: Prä-Post-Analyse zur Erhebung subjektiver Erfahrungen
Kontakt Studienteam
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Das Buch zur Studie Stop Bullshit Work – Wie Unternehmen im Zeitalter von Overflow ihre Produktivität retten können erscheint am 23. Februar 2026 und ist bereits hier vorbestellbar.
Studienteam Next Work Innovation Think Tank:
Vera Starker MBA, Wirtschaftspsychologin,
Co-Founderin NWI Next Work Innovation
Dr. Katharina Roos & Dr. Veronika Scharfenberg
Netzwert Partner GmbH
Prof. Dr. Volker Busch, Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, Leiter der neurowissenschaftlichen Arbeitsgruppe zu Stress, Schmerz und Emotionen an der Universitätsklinik Regensburg
Leitung statistische Auswertung
Dr. Katharina Roos & Dr. Veronika Scharfenberg
Netzwert Partner GmbH
Wissenschaftlicher Beirat
Prof. Dr. Pia Popal, Lehrgebiet Sozial-ökologische Transformation und Strategische Kommunikation an der Hochschule München University of Applied Sciences
Copyright
NWI Next Work Innovation UG (haftungsbeschränkt). Alle Rechte vorbehalten.
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Starker, V.; Roos, K.; Scharfenberg, V.; Busch, V. (2025): Konzentriertes Arbeiten als Aufgabe der Organisation? Eine Prä-Post-Studie zur Implementierung von Fokuszeit in deutschen Unternehmen
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