mgo Medizin Vera Starker

Warum „Dauer-Erreichbarkeit“ lähmt – Konzentration als Management-Aufgabe

26/02/2026

Im Interview mit mgo Medizin über die aktuelle Studie Konzentriertes Arbeiten als Aufgabe der Organisation? und ihrem neuem Buch Stop Bullshit Work betont Vera Starker, dass „Arbeitsunterbrechungen und Meetingoverflow kein individuelles Versäumnis der Mitarbeitenden sind – vielmehr können sie ein Symptom gewachsener Strukturen sein, die nicht mehr zu den modernen Anforderungen passen.“ Das medizinische Fachportal mgo Medizin weist darauf hin, dass hier für Praxisinhaber ein wertvoller Hebel liegen kann: Wird die Organisation gezielt weiterentwickelt, können Freiräume für medizinische Exzellenz entstehen. Es geht dabei weniger um das Beheben von Fehlern, sondern um das aktive Schaffen eines Rahmens, in dem das gesamte Team wieder mit mehr Ruhe und Selbstwirksamkeit agieren kann. Denn wie sieht ein Praxisalltag aus? In einer Facharztpraxis gehört Multitasking oft zum Alltag: Während der Untersuchung klingelt das Telefon, zwischen zwei Behandlungen stehen komplexe Dokumentationen an, und das Team jongliert mit Patientenanfragen sowie administrativen Aufgaben. Doch was häufig als unvermeidbar hingenommen wird, stellt sich bei genauerer Betrachtung oft als strukturelle Herausforderung dar. Laut dem Microsoft Work Trend Index 2025 werden Mitarbeitende heute durchschnittlich alle zwei Minuten unterbrochen – das entspricht etwa 275 Unterbrechungen pro Arbeitstag. Diese Fragmentierung kann messbare Folgen haben: Die psychische Belastung kann steigen, während das Gefühl, die eigentliche wertschöpfende Arbeit am Patienten effizient zu bewältigen, zunehmend verloren gehen kann. Das ausführliche Interview findet sich über diesen Link.

Weiterführende Informationen zu dem Thema konzentriertes Arbeiten in Unternehmen